THG-Quote

Der Gesetzgeber hat entschieden, dass auch Fahrer eines vollelektrischen Elektroautos aktiv helfen, klimaschädliche Treibhausgasemissionen zu reduzieren. So ist jede:r Elektroauto-Halter:in ein potentieller „Inverkehrbringer“ von Ladestrom, was belohnt wird. Aktuell ist es noch egal, ob der Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Kohlestrom stammt. Da die über das Jahr geladene Strommenge aus Wallboxen offiziell nicht gemessen werden kann, werden die E-Fahrzeuge pauschal angerechnet. Im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote (kurz THG-Quote), kann man diese Ladestrommengen beim Umweltbundesamt (UBA) für die THG-Quote registrieren und den darauf ausgestellten behördlichen Bescheid an quotenpflichtige Unternehmen verkaufen. Dadurch werden die mit der THG-Quote einhergehenden CO₂-Einsparungen auf das quotenverpflichtete Unternehmen übertragen, welches dadurch zum entsprechenden Anteil seiner Verpflichtung zur CO₂-Minderung nachkommt.

shutterstock 1393633001 scaled

Die THG-Quote beschreibt also die Emissionsminderung, die jährlich durch Inverkehrbringer wie Mineralölunternehmen oder Tankstellen erzielt werden muss. Während diese ihre Quoten kaum erreichen, machen Unternehmen sowie Privatkund:innen den Mobilitätssektor durch den Einsatz von Wasserstoff, Bioenergie oder E-Autos nachhaltiger und können ihre CO₂-Einsparungen als Quote bereitstellen. Die Inverkehrbringer können wiederum diese Quoten erwerben, um ihren Minderungspflichten nachzukommen. Dadurch werden alternative Kraftstoffe bzw. die entsprechende Infrastruktur profitabel.

Die quotenverpflichteten Mineralölunternehmen legen die Kosten auf die Preise für fossile Diesel- oder Ottokraftstoffe um. Unterm Strich transferiert das Instrument Geld von den verbrauchern fossiler Kraftstoffe zu denen alternativer, klimaschonender Kraftstoffe bzw. Ladestrom. Das fördert den Umstieg auf klimaschonende Mobilitätslösungen.

Der Pauschalwert liegt aktuell bei 0,862 Tonnen CO₂ pro Elektroauto – außer Klasse N1 (leichte Nutzfahrzeug) und M3 (Busse), hier gelten höhere Pauschalwerte, nämlich: 1,293 bzw. 31,023 Tonnen CO₂ je Fahrzeug und Jahr) , egal wie viel gefahren wird.

Mineralölunternehmen zahlen bei Überschreitung ihrer Quote eine Strafzahlung von 600€/tCO₂. Dieser Wert ist dementsprechend der maximale Quotenpreis. Bezogen auf auf Elektroauto, macht das einen maximalen Verkaufserlös von 517 (600€ x 0,862 tCO₂). Darunter entstehen die Marktpreise nach Angebot und Nachfrage. Wir zahlen 80% des Verkaufserlöses aus. Mit den restlichen 20% finanzieren wir unsere Plattform und die Entwicklung unseres Marketplace, der die Verkehrswende beschleunigt. Der maximale Ausschüttungswert ist somit bei einem aktuellen Marktpreis von ca. 480€/tCO₂ 413€ pro E-Auto (Stand Dez. 2021).

f

Mehr Wissen