THG-Quote für Ladepunkte

Ladepunkte fördern die Verkehrswende und sind vom Gesetzgeber unter Voraussetzungen auch als THG-quotenfähig statuiert worden.

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Welche Ladepunkte sind förderfähig?

1. Grundsätzlich sind öffentlich zugängliche Ladepunkte uneingeschränkt förderfähig. Die Bundesnetzagentur bezeichnet diese dann als öffentlich zugänglich, „… wenn der Zugang oder der Erwerb einer Zutrittsberechtigung jedem und jeder potenziellen Nutzer:in möglich ist. (…) Typische Beispiele hierfür sind Ladepunkte auf Supermarkt- oder Kundenparkplätzen und in Parkhäusern.“

2. Ladepunkte, die zwar auf privatem Grund installiert, sind aber einem unbestimmten Nutzerkreis zugänglich sind, nennen wir „halb-öffentlich“. Das können private Ladesäulen auf Handwerkshöfen, auf Betriebsgeländen, auf Supermarktparkplätzen, in Hotel-Garagen u.s.w. sein.

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Welche rechtlichen Vorgaben gibt der Gesetzgeber zur Förderfähigkeit der Ladepunkte?

1. Ladepunkte benötigen für Förderfähigkeit einen eichrechtlich zugelassenen Stromzähler und eine Registrierung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA). Wie das funktioniert, erklärt die BNetzA auf Ihrer Webseite.

2. Bei einer Inbetriebnahme ab 03/2022 müssen Ladepunkte eine standardisierte Schnittstelle und digitale Anbindung an eine Plattform integrieren, die für E-Autofahrer aus der Ferne (à la Carsharing App) einsehen lässt, ob der Ladepunkt frei ist.

3. Bei einer Inbetriebnahme ab 7/2023 müssen Ladepunkte zusätzlich ein Kartenlesegerät (EC oder Kreditkarte) beinhalten.

Zu beachten ist, dass Ladepunkte, die vor diesen Fristen in Betrieb genommen wurden, Bestandsschutz gilt und eine Nachrüstung daher nicht erforderlich ist.

Wie viel Geld lässt sich mit einem Ladepunkt verdienen?

Wir vermarkten die THG-Quote der jährlich gemessenen Ladestrommenge. Aus diesen ergeben sich rechnerisch Erlöse von bis zu 15ct/kWh. Bei Ladepunkten, die autark vom öffentlichen Stromnetz mit einer PV-Anlage versorgt werden, kann die Vermarktung der THG-Quote zu Erlösen von bis zu 35ct/kWh führen. Je MWh kann man mit 0,431 tCO₂ rechnen.

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Was kostet mich die Anmeldung der Ladepunkte und welche zusätzlichen Kosten fallen an?

Für die Meldung der Ladestrommengen für die THG-Quote beim Umweltbundesamt und die Vermittlung der THG-Quote an Quotenverpflichtete nehmen wir eine kleine Provision. Wir schütten bis zu 94 % des Erlöses an Ladepunktinhaber aus, die ihre THG-Quote verkaufen, je nach Menge des Ladestroms und Inanspruchnahme unserer Services.

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THG-Quote für Ladepunkte| Auto mit drei Ladesäulen verbunden

Bis wann muss ich meine Ladepunkte registrieren, um für 2022 berücksichtigt zu werden?

Für das Vermarktungsjahr 2022 benötigen wir als eQuota (Mutterunternehmen von emobia) die Mitteilung der Strommengen bis 31.01.2023. Wir wickeln die Registrierung beim Umweltbundesamt und die Vermarktung der THG-Quote aber auch unterjährig ab, sodass die Erlöse zeitnah an dich zurückfließen können. Wir empfehlen daher eine monatliche Bereitstellung der an den jeweiligen Ladepunkten geladenen Strommengen.

Die Erfassung erfolgt über Ihr Konto im eQuota-Kundenportal entweder manuell durch Eintragung der Daten direkt im Portal oder vollautomatisch per API-Schnittstelle.

Ladepunkt-Kunde bestätigen uns vertraglich, dass die Angaben wahrheitsgemäß sind. Von der Behörde werden Plausibilitätschecks durch den Abgleich der übermittelten Ladepunktstandortdaten mit dem Melderegister der Bundesnetzagentur durchgeführt. Stichprobenartig können auch Nachweise über die Eichgenau-gezählten Strommengen angefordert werden.

Wichtig: Ein geeichter Zähler ist obligatorisch.f

 

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